Tarifrunden Handel BaWü 2021

Verhandlungen werden fortgesetzt

Tarifrunden Handel BaWü 2021

Verhandlungen werden fortgesetzt

Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel
Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


Morgen werden in Korntal-Münchingen die Verhandlungen über Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen für die rund 490.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel in vierter Runde wieder aufgenommen. Die bisherigen Tarifgespräche – der letzte Verhandlungstermin fand am 21. Juni statt – blieben bislang ergebnislos. Der bisher geltende Tarifvertrag ist bereits Ende März ausgelaufen.

ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke fordert die Arbeitgeber auf, endlich ein akzeptables Angebot vorzulegen: "Seit über fünf Monaten warten die Einzelhandelsbeschäftigten auf die dringend nötigen Tariferhöhungen. Sie sind sehr verärgert, da die Arbeitgeber ihnen für ihre gute Arbeit nicht einmal den Inflationsausgleich zukommen lassen wollen."

Begleitend zu den Verhandlungen findet morgen eine Demonstration mit anschließender Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt statt. Versammeln werden sich Streikende aus dem Einzelhandel der Regionen Stuttgart, Heilbronn-Schwäbisch Hall, Pforzheim sowie Neckar-Alb, Göppingen.

Der Demonstrationszug startet um 10:30 Uhr am DGB-Haus, zieht dann durch die Stuttgarter Innenstadt zum Karlsplatz, wo die Kundgebung um 11:00 Uhr beginnen wird; u. a. wird der Stuttgarter ver.di-Geschäftsführer Cuno Brune-Hägele sprechen.

Die ver.di-Tarifforderungen lauten:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 % plus 45 €
  • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 €
  • Einen rentenfesten tariflichen Mindestlohn von 12,50 € in der Stunde
  • Tarifliche Aufstockung von Kurzarbeitergeld auf 100 % des Nettoverdienstes
  • Erhöhung der monatlichen tariflichen Sozialzulage auf 25 € bzw. 35 €
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit

Die Arbeitgeber haben bisher nur ein einziges und völlig unzureichendes Angebot abgeben, das für 36 Monate tabellenwirksame Entgelterhöhungen von insgesamt 5,4 % vorsieht.