Tarifrunden Handel 2019

Streiks im ganzen Land

Tarifrunde Einzelhandel BaWü 2019

Streiks im ganzen Land

Protestveranstaltung in Stuttgart

Vor der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Mittwoch spitzt sich der Tarifkonflikt im baden-württembergischen Einzelhandel zu. Heute erwartet ver.di ca. 700 Einzelhandelsbeschäftigte aus dem Raum Stuttgart, Fils-Neckar-Alb, Heilbronn und Pforzheim zu einer Demonstration und Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt. Sie protestieren für höhere Löhne und Gehälter in der laufenden Tarifrunde.

Um 11 Uhr werden die Streikenden vom DGB-Haus aus in einem gemeinsamen Protestzug durch die Stuttgarter Innenstadt zum Schlossplatz ziehen. Dort findet ab 12 Uhr die Abschlusskundgebung statt.
Hauptredner werden ver.di-Landesbezirksleiter Martin Gross und ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke sein.
Erwartet werden auch etliche Streikende aus Häusern von Galeria Kaufhof, die für Wiederherstellung der vom Unternehmen kürzlich aufgegebenen Tarifbindung streiken.

Zum Streik aufgerufen sind heute Beschäftigte von Betrieben im Raum Stuttgart mit Umgebung, Raum Mannheim-Heidelberg, Heilbronn, Pforzheim, Region Fils-Neckar-Alb (Tübingen, Reutlingen, Metzingen, Nürtingen, Esslingen, Münsingen, Göppingen) und Ulm. Betroffen sind die Unternehmen Galeria Kaufhof, Kaufland, Ikea, H&M, COS, Esprit, Zara, Primark, und OBI.

In den bestreikten Betrieben ist mit erheblichen Beeinträchtigungen der Geschäftsabläufe zu rechnen. Landesweit rechnet ver.di mit ca. 1.200 Streikenden.

Bernhard Franke, ver.di-Verhandlungsführer: „Die Streikenden zeigen den Arbeitgebern heute die Gelbe Karte. Wenn am kommenden Mittwoch kein brauchbares Angebot vorgelegt wird, dann wird es richtig heiß im Einzelhandel Baden-Württemberg.“

In der laufenden Tarifrunde verhandeln ver.di und der Handelsverband Baden-Württemberg über Erhöhungen der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen für die rund 490.000 Einzelhandelsbeschäftigten im Land.

Der bisherige Tarifvertrag wurde von ver.di zum 31. März 2019 gekündigt.

ver.di fordert

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 %, mindestens 163 €
  • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 €
  • Tarifliches Mindesteinkommen von 2.100 €
  • Vereinbarung einer Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder in Höhe von einem Prozent des individuellen jährlichen Bruttoentgeltes
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit

Die Arbeitgeber bieten bei einer Laufzeit von 24 Monaten folgende Erhöhungen an:

  • 1,5 % ab 1. April 2019
  • weitere 1,0 % ab 1. April 2020
  • entsprechende Anhebungen für Auszubildende

Das Arbeitgeberangebot wurde von ver.di als viel zu niedrig zurückgewiesen.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 12. Juni in Korntal-Münchingen statt.

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