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Großkonflikt droht

Auftakt der Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Einzelhandel

Großkonflikt droht

Stuttgart, 29. April 2013 - Am Donnerstag, 2. Mai 2013, beginnen in Korntal-Münchingen die Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Einzelhandel. In dieser Tarifrunde stehen die Zeichen auf Sturm: Während ver.di kräftige Einkommensverbesserungen für die rund 220.000 Beschäftigten im Lande fordert, haben die Arbeitgeber auch den Manteltarifvertrag gekündigt und wollen Verschlechterungen bei der Eingruppierung und noch flexiblere Arbeitszeiten durchsetzen.

Bei den ersten Tarifgesprächen in Rheinland-Pfalz forderten die dortigen Arbeitgeber eine geringere Bezahlung der Kassiererinnen, keinen Aufstieg mehr in höhere Tarifgruppen für angelernte Beschäftigte und die Einführung von Niedriglöhnen für Auffüllkräfte. Darüber hinaus sollen dort Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit gestrichen werden.

„Die Forderungen der Arbeitgeberseite greifen in massiver Weise die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Einzelhandelsbeschäftigen an. Die Belegschaften sind hochgradig alarmiert und entschlossen, ihre Tarifverträge zu verteidigen“, erklärt der ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke vor der ersten Verhandlungsrunde. „Es muss aufhören, dass der ruinöse Verdrängungswettbewerb im Handel über Lohn- und Sozialdumping ausgetragen wird. Die Einzelhändler machen unverändert gute Kasse, die Beschäftigten leisten gute und qualifizierte Arbeit und dafür haben sie gutes Geld verdient.“

ver.di fordert für die rund 220.000 Beschäftigen im baden-württembergischen Einzel – und Versandhandel eine Lohn- und Gehaltserhöhung um eine Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 90 Euro im Monat steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.

Die Verhandlungen beginnen gegen zehn Uhr im Abacco-Hotel in Korntal-Münchingen.

 

Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Krüger 0151 14657219