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Heute landesweit über 1100 Streikende – Streikbereitschaft wächst

Tarifrunde Einzelhandel 2013

Heute landesweit über 1100 Streikende – Streikbereitschaft wächst

3.6.2013: Streik-Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz Helmut Roos 3.6.2013: Streik-Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz  – 3.6.2013: Streik-Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz

Stuttgart, 8. Juni 2013 - Die Streiks im Einzelhandel werden unvermindert fortgesetzt. Heute streiken landesweit über 1100 Beschäftigte. Die Gewerkschaft ver.di sieht eine deutliche Zunahme der Streikbereitschaft bei den Beschäftigten, als Reaktion auf die starre Haltung der Arbeitgeber in der laufenden Entgelt-Tarifrunde; sie haben noch kein Angebot vorgelegt.

Die heutigen Streiks konzentrieren sich auf den Raum Mannheim-Heidelberg, auf Stuttgart und Umgebung sowie Freiburg. Zudem wird in Pforzheim, Göppingen, Esslingen und Reutlingen gestreikt.

Betroffen sind u. a. Betriebe der Unternehmen Kaufland, Kaufhof, Karstadt, Real, Ikea, H&M und Esprit.

ver.di sieht eine deutliche Zunahme der Streikbereitschaft in den Betrieben. Immer mehr schließen sich dem Arbeitskampf an, sind auch bereit über mehrere Wochen für höhere Entgelte zu kämpfen. Die Streiks dauern in mehreren Betrieben bereits 13 Tage an – und es wird auch in der nächste Wochen weiter gestreikt.

ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke: „Die Einzelhandelsbeschäftigten sind bereit, wochenlang oder noch länger für höhere, gerechte Löhne zu kämpfen. Die Arbeitgeber sind am Zug: Ein Angebot zu höheren Entgelten muss jetzt auf den Tisch!“

Die Arbeitgeber beharren darauf, dass zuerst über Manteltarif- und Strukturthemen verhandelt werden soll. Sie verlangen:

  •          Niedrigere Eingruppierung für Kassiererinnen an Verbrauchermarktkassen
  •          Einführung einer neuen, niedrigeren Entgeltgruppe für „Hilfstätigkeiten“ wie Warenverräumung und Auffülltätigkeiten
  •          Streichung aller Spät-, Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge für diese „Hilfstätigkeiten“
  •          Streichung des Zuschlages für das Zuendebedienen nach dem Arbeitszeitende

ver.di fordert für die Beschäftigen im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel eine Lohn- und Gehaltserhöhung um einen Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 90 Euro im Monat steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.

In den kommenden Tagen werden die Streikmaßnahmen unvermindert fortgesetzt.

 

Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Krüger, Tel. 0151-146 57 219