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Hungerstreik für einen besseren Mindestlohn

Nachrichten aus Bangladesch

Hungerstreik für einen besseren Mindestlohn

exChains-Nachrichten (18/2018)


Anfang Oktober hat die Gewerkschaft NGWF eine Pressekonferenz abgehalten. Thema war der neue Mindestlohn für Beschäftigte der Bekleidungsfabriken, der am 13. September vom zuständigen Wage Board bekannt gegeben wurde.

Die NGWF lehnt diesen Mindestlohn als unzureichend ab. Zudem wurde erst der neue Lohn für die niedrigste Lohngruppe im Beschäftigtengefüge der Fabriken bekannt gegeben. Er gilt somit nur für 3-5% der Belegschaft. Für alle anderen steht die Bekanntgabe eines neuen, höheren Mindestlohnes noch aus.

Im Vorgriff auf den inzwischen überfälligen neuen Mindestlohn hatten die Fabrikbesitzer bereits kompensatorische Steuersenkungen erwirkt. Dennoch werden sie vermutlich auch diesmal wieder alles tun, um die Festsetzung neuer Mindestlöhne für alle sowie deren Umsetzung in den Fabriken hinauszuzögern.

Die NGWF hat daher fünf Forderungen zum Mindestlohn an die bangladeschische Regierung formuliert, die sie am 12. Oktober mit einen symbolischen Hungerstreik unterstreichen wird.

Von den Unternehmen, die in Bangladeschs Bekleidungsfabriken produzieren lassen, erwarten wir, dass sie die Forderungen zum Mindestlohn gegenüber der Regierung unterstützen!

Im Download: Die fünf Forderungen zum Mindestlohn im Wortlaut