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Es geht um eure Zukunft!

Wir bei GALERIA Karstadt Kaufhof

Es geht um eure Zukunft!

Schutzschirmverfahren bei GALERIA Karstadt Kaufhof
Umfrage Andreas Breitling Wir bei GALERIA Karstadt Kaufhof: ver.di-Kurzbefragung für die Beschäftigten


Beteiligt euch bis 19. Juni an unserer Kurzbefragung

Wir sind überzeugt: Die Zukunft der Warenhäuser sind die Beschäftigten. Und diese brauchen sichere Arbeitsplätze, existenzsichernde Einkommen, gute und gesunde Arbeitsbedingungen. 

Wir haben das Ziel, mehr gute Arbeit gemeinsam mit den Beschäftigten durchzusetzen und an einem tragfähigen Zukunftskonzept für Galeria Karstadt Kaufhof mitzuarbeiten. Bei unserer Befragung (etwa drei Minuten) geht es um erste Schwerpunkte für die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber.

Deswegen: Seid dabei und sagt uns eure Meinung bis 19. Juni 2020, 12 Uhr – es geht um eure Zukunft!

Um möglichst viele Beschäftigte und Filialen angesichts der Kahlschlagpläne bei Galeria Karstadt Kaufhof zu schützen und sie abzusichern, hat ver.di am 5. Juni 2020 in Essen Verhandlungen mit der Unternehmensleitung und dem Generalbevollmächtigten aufgenommen.

Zur weiteren Planung gehört auch die Zukunft von Karstadt-Sports, Karstadt-Feinkost, der Restaurants Le Buffet und Dinea, der Logistik und Reisebüros. Zuvor war bekannt geworden, dass tausende Stellen gestrichen werden sollen und beinahe jede zweite Filiale bundesweit von der Schließung bedroht ist.

Die im Schutzschirmverfahren gerichtlich bestellten Frank Kebekus als Sachwalter und der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz hatten Ende Mai 2020 die ver.di-Bundestarifkommission der Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) über ihre Pläne informiert. Im Anschluss hatte die GKK getagt und Position bezogen.

"Wir erwarten von den Bevollmächtigten einen Zukunftsplan für die Warenhäuser statt Berechnungen, wie vielen Beschäftigten die Existenz geraubt werden soll", erklärte Orhan Akman, ver.di-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel. "Die Karten müssen offen auf den Tisch. Dazu gehört auch eine klare Positionierung des Eigentümers René Benko. Die Beschäftigten erwarten von ihm Zukunft statt Kahlschlag."

Die mit ver.di noch vor einem halben Jahr getroffenen tariflichen Vereinbarungen zum Gesundheitsschutz sowie zu Investitionen des Eigentümers müssten weiter zwingend und umgehend umgesetzt werden, "statt sich verantwortungslos vom Acker zu machen", so die ver.di.

"Die Schieflage der Warenhäuser haben nicht die Beschäftigten verursacht, sondern vorrangig das Management mit Dr. Fanderl als CEO an der Spitze. Wenn Entlassungen anstehen, muss Dr. Fanderl als Erster gehen", forderte Akman.

Warenhäuser hätten nach wie vor eine Zukunft. Jetzt komme es darauf an, die Tradition der Warenhäuser modern zu denken. Der Schlüssel dazu sei ein Beteiligungsprozess unter Mitwirkung der Beschäftigten.

Man habe den Eindruck, "dass Manager und Berater sich seit Jahren in den Chefetagen die Klinke in die Hand geben und Millionen kassieren, ohne wirklich für eine Zukunft des Geschäfts und mehr Umsatz zu sorgen. Gleichzeitig rackern sich die Beschäftigten ab und wurden immer wieder zur Kasse gebeten".

Die ver.di-Bundestarifkommission für Galeria Karstadt Kaufhof verlangt u.a. den Abschluss eines Sozialtarifvertrages, der den Integrationstarifvertrag vom Dezember 2019 ergänzen soll. Sie sieht dies als Teil eines Tarifpakets, das als Ganzes vereinbart werden muss.

Dazu gehören auch die lange geforderte Zukunftskonzeption für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung, an deren Ausgestaltung die Beschäftigten beteiligt werden müssen sowie im Zusammenhang damit ein Gesundheitstarifvertrag, der gute und gesundheitsförderliche Arbeit in den Warenhäusern garantieren soll.

Hierzu gibt es im Juni bereits mehrere Verhandlungstermine mit der Arbeitgeberseite. Um die künftigen Verhandlungen besser voranbringen zu können, hat die Tarifkommission jeweils eine Verhandlungsgruppe zu den beiden Themenkreisen gebildet.


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