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ver.di Fils-Neckar-Alb  unterstützt Initiative Lieferkettengesetz.de
Der ver.di- Bezirksvorstand Fils-Neckar-Alb hat in seiner Sitzung am 18.12.19 sich mit den Arbeitsbedingungen in Bangladesch in der Kleidungsindustrie beschäftigt.  

Wir leben in einem Wirtschaftssystem, in dem profitieren einige wenige ungleich mehr als die Mehrheit.

Wir leben in einer Externalisierungsgesellschaft, in der Kosten und Risiken systematisch ausgelagert werden. Unsere Lebensweise funktioniert nicht ohne die Ausbeutung von Mensch und Natur in Ländern des globalen Südens – und auch nicht ohne die Nutzung von Ressourcen, die eigentlich uns und nachfolgenden Generationen zustehen.

All das lässt sich gut zeigen am Beispiel Bangladeschs, dem zweitgrößten Kleiderproduzenten der Welt. In Bangladesch leben doppelt so viele Menschen wie in Deutschland, 167 Millionen, dabei ist das Land nur zwei Mal so groß wie Bayern. Bangladesch, eigentlich ein riesiges Flussdelta, ist vermutlich auch das erste Land, das sprichwörtlich „absaufen“ wird. Vor wenigen Monaten waren Gewerkschafterinnen aus unserer Region vor Ort und konnten mit Kolleginnen aus der  Textilindustrie sprechen.

Ein T-Shirt „made in Bangladesh“, für 2 Euro 99. Eine Jeans – für 10 oder 15 Euro. Aber auch teurere Kleidung stammt oft aus den gleichen Fabriken, in denen Billig-Klamotten produziert werden. Die Näherinnen werden gleich mies bezahlt. Umgerechnet 85 Euro im Monat beträgt der Mindestlohn in Bangladesch. Dagegen streikten vor einem Jahr tausende Arbeiter*innen in Dhaka, viele wurden danach entlassen und sind jetzt auf „Schwarzen Listen“.

Benjamin Stein, Bezirksgeschäftsführer von ver.di: „Gerade beim Shoppen in der Vorweihnachtszeit sollten wir uns unserer Verantwortung bewusst sein. Aber für gute Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette kann nur ein Gesetz sorgen, das die Unternehmen zu ihrer Verantwortung zwingt. Eltern haften für ihre Kinder, aber Unternehmen immer noch nicht für ihre Töchter in Billiglohnländern.“

Darum unterstützen wir die Initiative „Lieferkettengesetz.de“ auch vor Ort

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