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ver.di zu Prämienzahlungen im Handel

Corona und Handel

ver.di zu Prämienzahlungen im Handel

ver.di begrüßt die Ankündigung von Supermärkten und Discountern, das Engagement ihrer Beschäftigten in der Corona-Krise mit Prämienzahlungen würdigen zu wollen.

Bernhard Franke, ver.di-Fachbereichsleiter für den Handel: „Selbstverständlich werden sich die Beschäftigten in den Lebensmittel-Märkten freuen, wenn ihr Einsatz unter den aktuell extrem erschwerten Bedingungen nicht nur mit warmen Worten, sondern auch materiell gewürdigt wird. Es wäre in der Tat auch sinnvoll, solche Prämien steuerfrei zu gewähren.“

Die alltägliche Leistung der Verkäuferinnen und Kassiererinnen, die mit ihrer gesellschaftlich notwendigen Arbeit einen unschätzbaren Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten, so Franke, werde derzeit von den allermeisten Kunden sehr viel stärker wahrgenommen und wertgeschätzt.

„Uns erreichen auch viele Anrufe und Mails, in denen sich Kunden besorgt und empört äußern über die teilweise immer noch unzureichenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen in den Betrieben und die damit einhergehende Gefährdungen der Kassiererinnen“, so Franke.

Die  Wertschätzung dieser  „Heldinnen des Alltags“ dürfe sich jedoch nicht mit den angekündigten Sonderprämien erschöpfen, so Franke weiter. „Die meisten Einzelhandelsbeschäftigten rackern im Niedriglohnbereich und ihre Einkommen reichen kaum aus, eine Familie zu ernähren und schon gar nicht für eine auskömmliche Altersrente. Sie brauchen deutlich höhere Löhne und den Schutz von  Tarifverträgen.“

Wegen der grassierenden Tarifflucht in der Branche fordert die Gewerkschaft seit Jahren, dass die Tarifverträge des Einzelhandels wieder durch Allgemeinverbindlichkeitserklärungen in der ganzen Branche durchgesetzt werden. „Löhne und Arbeitsbedingungen dürfen nicht länger Instrumente im Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel bleiben“, so Franke.

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