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Tausende Karstadt-Beschäftigte beteiligten sich an bundesweiten Streiks und Betriebsversammlungen

Berlin, 25. Oktober 2013 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist mit der Beteiligung der Karstadt-Beschäftigten, die ab heute zu bundesweiten Streiks und Betriebsversammlungen aufgerufen waren, sehr zufrieden.

„In Hamburg haben sich deutlich mehr als 500 Beschäftigte von neun Karstadt-Häusern am Streik beteiligt, dazu kommen 250 Beschäftigte, die aus fünf Häusern aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern angereist sind, um an einer gemeinsamen Kundgebung teilzunehmen. Die Menschen haben lautstark ihre Forderung nach einer klaren Zukunftsperspektive und nach einem Tarifvertrag für Standort- und Beschäftigungssicherung sowie die Rückkehr in die Tarifbindung deutlich gemacht“, betonte Arno Peukes, ver.di-Verhandlungsführer der Karstadt-Tarifkommission.

„Insgesamt haben sich tausende Beschäftigte an den Streiks und Betriebsversammlungen beteiligt und damit nicht nur der Karstadt-Geschäftsführung, sondern auch den Eigentümern Nicolas Berggruen und René Benko ein deutliches Signal gegeben, dass sie endlich Klarheit über die Zukunft des Unternehmens und ihre Arbeitsplätze wollen“, so Rüdiger Wolff, ebenfalls ver.di-Verhandlungsführer.

„Wir hoffen, dass die Botschaft angekommen ist: Ohne das Engagement der Beschäftigten gäbe es Karstadt heute nicht mehr. Die Menschen haben in den letzten Jahren bereits Millionen in die Zukunft des Unternehmens investiert – nun sind die Eigentümer gefordert ihren Teil für die Zukunft der Arbeitsplätze beizutragen“, unterstrich Arno Peukes.

In Berlin zogen 500 Beschäftigte aus allen Berliner Filialen und Sporthäusern durch die Innenstadt. An der Streik-Kundgebung in Dortmund 30 beteiligten sich rund 250 Karstädterinnen und Karstädter aus fünf Häusern.

In Niedersachsen/Bremen streikten etwa 350 Beschäftigte, in Hessen waren es rund 120. Zeitgleich fanden zahlreiche Betriebsversammlungen statt, in denen die Beschäftigten informiert wurden. An vielen Häusern kam es aufgrund der Aktionen zu deutlich verspäteten Öffnungen, ein Haus in Bergedorf musste geschlossen bleiben. Zum Teil mussten Führungskräfte an der Kasse aushelfen, auf der Fläche fehlte es vielerorts an Verkaufspersonal – an manchen Standorten wurden Leiharbeiter eingesetzt.

An allen Karstadt-Standorten in Baden-Württemberg (Karlsruhe, Stuttgart, Leonberg, Esslingen, Freiburg, Offenburg, Lörrach, Konstanz, Singen) fanden Betriebsversammlungen statt. Sie dauerten z. T. bis 13 Uhr an und wurden vorerst nur unterbrochen. Zu einem späteren Termin sollen sie fortgesetzt werden, um weitere noch offenen Fragen zu diskutieren. Die Beteiligung der Beschäftigten war gut. Während der Versammlungen waren die Häuser geschlossen.