Aktuell

ver.di-Tarifforderung für den baden-württembergischen Einzelhandel …

1 € pro Stunde mehr für alle!

ver.di-Tarifforderung für den baden-württembergischen Einzelhandel beschlossen

Stuttgart - Eine ordentliche Erhöhung der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen und die entschlossene Verteidigung des Manteltarifvertrages – das hat sich die Große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für den baden-württembergischen Einzelhandel auf die Fahnen für die Tarifrunde 2013 geschrieben. In ihrer Sitzung am 21. Februar in Stuttgart wurden folgende Forderungen für die rund 220.000 Beschäftigten der Branche beschlossen:

  • Erhöhung der Gehälter und Löhne um 1 € pro Stunde
  • Erhöhung der Azubi-Vergütungen um 90 € (pro Monat)
  • Tarifliches Mindesteinkommen: 1800 €

Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.

Die Kündigung des Manteltarifvertrages durch die Arbeitgeber zum 30. April stößt auf große Empörung in den Betrieben. Auch die Große Tarifkommission ist entschlossen, die tariflichen Mindeststandards entschieden zu verteidigen.

Im Einzelhandel steht deshalb möglicherweise ein neuer Großkonflikt ins Haus. Die Arbeitgeber haben neben dem Gehalts- und Lohntarifvertrag auch den Manteltarifvertrag gekündigt, um eine "Modernisierung" der Tarifverträge zu erzwingen. Die Gewerkschaft sieht hierin einen "Großangriff auf den Flächentarifvertrag" und bereitet sich auf eine "harte und möglicherweise lange Tarifauseinandersetzung" vor. Der ver.di- Verhandlungsführer im Handel Bernhard Franke will "Tarifdiktate der Arbeitgeber keinesfalls akzeptieren" und sieht ver.di im Lande gut aufgestellt: " Wir haben in den letzten Jahren mehrfach bewiesen, dass wir, wenn's drauf ankommt, im Einzelhandel kräftig und ausdauernd kämpfen können.