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Für ein spürbares Plus beim Entgelt

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Für ein spürbares Plus beim Entgelt

HAN­DEL Ma­ga­zin (02/2015)
HANDEL (02/2015) ver.di HANDEL (02/2015)  – Für ein spürbares Plus beim Entgelt

Aktiv für mehr Gehalt und gegen Altersarmut im Handel

Die parallel laufenden Tarifrunden im Einzelhandel sowie im Groß- und Außenhandel haben bisher keine Annäherung von Seiten der Arbeitgeber erbracht. Deshalb wächst der Druck der Beschäftigten: In allen Bundesländern nehmen Zahl und Dauer der Streiks zu.

Als »völlig unzureichend« bezeichnet Arno Peukes, Tarifkoordinator für den Einzelhandel, das minimale Arbeitgeberangebot zur Entgelterhöhung. Während die regionalen Tarifkommissionen bundesweit Lohn- und Gehaltserhöhungen von 5,5 Prozent oder 1 Euro die Stunde, mindestens aber 140 Euro Einkommensverbesserung fordern, haben die Arbeitgeber sich bisher nicht bewegt. Ihr »Angebot« liegt immer noch bei 1,5 Prozent für das erste Jahr, danach soll es eine Einmalzahlung geben. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde Mitte Mai in Baden-Württemberg kam keine verbesserte Offerte. »Die Arbeitgeberseite macht deutlich, dass sie sich nicht freiwillig für einen guten Tarifabschluss und damit zur Bekämpfung von Altersarmut bewegen «, so Arno Peukes. ver.di fordert außerdem die Allgemeinverbindlichkeit für die Tarifverträge des Einzelhandels. Dies war in der Vergangenheit üblich, wird aber seit mehreren Jahren durch die Arbeitgeber verhindert.

Um mehr Bewegung in die Verhandlungen zu bekommen, gibt es in den Bundesländern vermehrt Streikaktionen. Erste Streiks begannen schon im April in Hessen mit guter Beteiligung. In Baden-Württemberg legten Anfang Juni rund 700 Beschäftigte von Kaufhof, Kaufland, real,-, Ikea, H&M, Esprit und Zara in verschiedenen Städten ganztägig die Arbeit nieder. Auch in den folgenden Tagen gab es weitere Warnstreiks. [...]

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