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Streiks gehen weiter, heute landesweit 700 Streikende

Tarifkonflikt Einzelhandel

Streiks gehen weiter, heute landesweit 700 Streikende

11.11.2013: Leni Breymeier bei der Kundgebung in Mannheim Helmut Roos 11.11.2013: Leni Breymeier bei der Kundgebung in Mannheim  – 11.11.2013: Leni Breymeier bei der Kundgebung in Mannheim

Stuttgart, 19. November 2013 - Die Streiks im Einzelhandel Baden-Württemberg werden fortgesetzt. Landesweit sind heute ca. 700 Beschäftigte ganztägig im Ausstand. Gestreikt wird im Raum Mannheim-Heidelberg, in Stuttgart und Umgebung, Esslingen, Göppingen und Reutlingen. Betroffen sind u. a. Betriebe der Unternehmen Kaufhof, Kaufland, Real, Ikea, H&M, Esprit und OBI.

Mit den Streiks soll Bewegung in die seit über sieben Monaten andauernde Entgelttarifrunde für den Einzelhandel Baden-Württemberg gebracht werden, bei der die Arbeitgeber Entgelterhöhungen von Verschlechterungen bei den tariflichen Entgelten und Manteltarifregelungen abhängig machen.

Sechs Verhandlungsrunden blieben bislang ergebnislos – zuletzt wurde am 12. November verhandelt. Die Gespräche sollen nun zeitnah in kleinerer Runde im Rahmen einer Sondierung fortgesetzt werden. Kommt es zu keiner Einigung, sind Streiks im anstehenden Weihnachtsgeschäft unausweichlich.

Die Arbeitgeber machen eine Entgelterhöhung von folgenden Verschlechterungen abhängig:

  • Niedrigere Eingruppierung für Kassiererinnen an Verbrauchermarktkassen
  • Streichung der Kassierzulage
  • Einführung einer neuen, niedrigeren Entgeltgruppe für „Hilfstätigkeiten“ wie Warenverräumung und Auffülltätigkeiten
  • Streichung der Spätöffnungs- und Nachtzuschläge für diese Tätigkeiten
  • Weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten
  • Streichung des Zuschlages für das Zuendebedienen nach dem Arbeitszeitende.

ver.di fordert die Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrages und kräftige Entgelterhöhungen. Die Gehälter und Löhne sollen um einen Euro pro Stunde erhöht werden. Auszubildende sollen 90 Euro mehr im Monat erhalten. Zudem soll das tarifliche Mindesteinkommen auf 1800 Euro im Monat angehoben werden.

 

Kontakt: Wolfgang Krüger, Tel. 0151-146 57 219