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Wie unverschämt ist das denn?!

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Wie unverschämt ist das denn?!

Tarifrunde im Einzelhandel BaWü 2015

Kein verbessertes Angebot in der 2. Verhandlungsrunde

Im Raum Esslingen, Göppingen, Reutlingen haben die Streiks im Einzelhandel begonnen. Kaufland, Esprit und H & M Beschäftigte aus den Regionen haben ihren Unmut über die Verhandlungsstrategie der Arbeitgeber geäußert. Kein verbessertes Angebot in der 2. Verhandlungsrunde und Hinhaltetaktik auf Seiten der Arbeitgeber tragen nicht zum Betriebsfrieden bei. Bis zum nächsten Verhandlungstermin werden Tag für Tag weitere Betriebe in den Streik treten.

Die Arbeitgeber hatten am 19. Mai in der 2. Verhandlungsrunde kein verbessertes Angebot vorgelegt. Ihr erstes Angebot sieht wie folgt aus(bei einer Laufzeit von 21 Monaten):

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter im ersten Jahr um 1,5 % (nach einem Nullmonat)
  • Zahlung einer nicht tabellenwirksamen Einmalzahlung im zweiten Jahr in Höhe von 215,- € Von ver.di wurde das Angebot als völlig unzureichend zurückgewiesen.

ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1 € pro Stunde sowie ein tarifliches Mindesteinkommen von 1850 €. Der neue Tarifvertrag soll für eine Laufzeit von 12 Monaten vereinbart werden.

Zudem strebt ver.di für die Tarifverträge des Einzelhandels wieder – wie bis zum Jahre 2000 jahrzehntelang üblich – die Allgemeinverbindlichkeitserklärung an. Das bedeutet, dass die Tarifverträge wieder für alle Unternehmen und alle Beschäftigten der Branche verbindlich gelten würden. Damit soll der weiteren Verbreitung von „Armutslöhnen“ in der Branche entgegengewirkt werden.

Ein weiterer Verhandlungstermin wurde erst für den 22.6.2015 vereinbart.