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Rechtsbruch bei XXXL-Mann Mobilia in Mannheim - knapp 100 Beschäftigte freigestellt

XXXL-Mann Mobilia

Gestern, am 1.2.2016 setzte Mann Mobilia (zugehörig zur XXXL Unternehmensgruppe Deutschland) 99 Beschäftigte aus der Verwaltung des Zentrallagers ohne jegliche Begründung vor die Tür. Die Beschäftigten wurden von der Arbeit „freigestellt“ und mit Sicherheitskräften am Aufsuchen ihrer Arbeitsplätze gehindert.

ver.di und der Betriebsrat sehen im Vorgehen des Unternehmens einen massiven Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz und die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates. Sie fordern die sofortige Rücknahme der ausgesprochenen Freistellungen und kündigen an, zusammen mit den Beschäftigten für die Arbeitsplätze am Standort Mannheim zu kämpfen.

Am heutigen Dienstag trafen sich die freigestellten Beschäftigten im Gewerkschaftshaus in Mannheim: Wut und Empörung über die „dreiste“ und gesetzeswidrige Vorgehensweise waren übergroß. Etliche brachten zudem große existentielle Sorgen zum Ausdruck.

Eine ganz ähnliche Vorgehensweise wie in Mannheim wendete das Unternehmen XXXLutz bereits im Oktober 2013 bei der Schließung einer Filiale in München (Theresienhöhe) an: 160 Mitarbeitern wurde ohne Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung der Zugang zu ihrem Arbeitsplatz verweigert.

Gewerkschaftssekretär Stephan Weis-Will: „Wir werden mit den Beschäftigten und dem Betriebsrat für die Arbeitsplätze am Standort Mannheim mit allen möglichen rechtlichen, aber auch gewerkschaftlichen Mitteln kämpfen. ver.di fordert XXXL-Lutz auf, umgehend zu rechtstreuem Verhalten zurückzukehren.“