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100 Euro Einmalzahlung für 2017 - Wertschätzung sieht anders …

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100 Euro Einmalzahlung für 2017 - Wertschätzung sieht anders aus!

Information für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus (Januar 2018)

 
Das Schiedsstellenverfahren zur Entgelterhöhung 2017 endete am 23. Januar 2018 in Frankfurt am Main mit einem Vorschlag des Vorsitzenden Berzbach. Dies wurde notwendig, weil sich die Geschäftsführung nicht in der Lage gesehen hatte, den Beschäftigten für das Jahr 2017 eine angemessene Entgelterhöhung zu zahlen.

Obwohl die Geschäftsführung in der Öffentlichkeit wiederholt erklärt hat, dass Karstadt auf einem guten Weg ist und endlich wieder Geld »über die Ladenkasse« fließt, sieht sie keine Spielräume für eine Gehaltserhöhung.

Für die Beschäftigten, die überhaupt erst durch ihren Gehaltsverzicht und die guten Leistungen diese positive Entwicklung ermöglicht haben, ist angeblich kein Geld für eine Gehaltsanpassung vorhanden!

Positive Entwicklung, aber für die Beschäftigten ist kein Geld da?

  • Karstadt kann Investitionen aus dem laufenden Geschäft finanzieren.

  • Karstadt ist darüber hinaus fortlaufend in der Lage, Überschüsse anzusammeln und am Kapitalmarkt anzulegen.

  • Aber für Investitionen in die Beschäftigten wollen sie kein Geld zur Verfügung stellen!

In der Schiedsstelle kam es am 23. Januar 2018 zu keiner Einigung über eine mögliche Gehaltsanhebung für das Jahr 2017. Der Vorsitzende unterbreitete daraufhin folgenden unzureichenden Vorschlag:

100 Euro Einmalzahlung für Vollzeitkräfte (Teilzeitkräfte anteilig), Fälligkeit mit der Abrechnung März 2018.

Anspruchsberechtigt sind nur Mitarbeiter*innen, die dem Verzicht unterliegen und die vertraglich länger als drei Monate beschäftigt sind. Keine Einmalzahlung erhalten Auszubildende (sie verzichten ja nicht), Langzeitkranke ohne Lohnfortzahlung und ATZ-Beschäftigte.

Über diesen Vorschlag wird die Tarifkommission am 5. Februar 2018 beraten und entscheiden, ob er angenommen werden soll. Wird der Vorschlag abgelehnt, ist im Zukunftstarifvertrag vorgesehen, dass dieser mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden kann – mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.

Noch im Februar 2018 müssen die Gespräche mit der Geschäftsführung über die Entgelterhöhung 2018 aufgenommen werden. Es geht darum, ob über die im Zukunftstarifvertrag hinaus festgeschriebenen 1,25 Prozent ab 1. März 2018 eine zusätzliche Erhöhung vereinbart werden kann, um den Abstand zum Flächentarifvertrag zumindest etwas zu reduzieren.

Jetzt liegt es an den Beschäftigten, dass sie dem Arbeitgeber in betrieblichen Veranstaltungen deutlich machen, was sie von seiner Position »Wertschätzung durch Null Gehaltserhöhung « halten!

Gemeinsam stärker, Mitglied werden!