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Wieder keine Antworten, wir fordern endlich Klarheit!

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Wieder keine Antworten, wir fordern endlich Klarheit!

Information für die Beschäftigten von GALERIA Kaufhof (November 2017)

Auf der Betriebsrätekonferenz in Willingen am 7. November hatte die Geschäftsführung von Galeria Kaufhof die Chance, für Klarheit zu sorgen und unsere Fragen zu beantworten. Doch statt deutlichen Antworten gab es überwiegend Schweigen und Achselzucken.

Nach wie vor besteht keine Klarheit darüber, was die Geschäftsleitung eigentlich genau will: Tariferhöhungen streichen? Arbeitszeit verlängern ohne Lohnausgleich? Kürzungen des Urlaubs- und Weihnachtsgelds?

Und auch zu den kritischen Darstellungen in den Medien gab es keine befriedigenden Erklärungen. Die Spitzenmanager zeigten lange Gesichter, hatten aber keine Antworten. Wir sagen weiterhin: Fakten klären statt spekulieren!

Stark und entschlossen statt ängstlich und leise

So präsentierten sich die Kaufhof-Betriebsräte, der Gesamtbetriebsrat und die Gewerkschaft. Mit einer eindrucksvollen Aktion und mit vielen starken Wortbeiträgen zeigten sie der Geschäftsführung, dass sie so nicht mit sich umgehen lassen.

Unterstützt von ver.di-Bundesfachbereichsleiterin Stefanie Nutzenberger und Frank Bsirske, dem ver.di-Vorsitzenden, haben wir deutlich gemacht, dass wir Antworten erwarten! Die Strategie der Ungewissheit, um die Ängste bei den Kaufhof-Beschäftigten zu schüren, ist perfide.

Der GBR-Vorsitzende Uwe Hoepfel und sein Stellvertreter Siegfried Fichna haben klar Position bezogen: Wir sind nicht bereit, die Beschäftigten für Managementfehler und dubiose Finanzierungsmethoden zur Kasse bitten zu lassen!

Schulter an Schulter – mutig und geschlossen stehen die Betriebsräte und ihre Gewerkschaft ver.di zusammen. Wir sind bereit, gemeinsam die Interessen der Kaufhof-Belegschaften zu verteidigen: Für sichere Arbeitsplätze, für gute Arbeitsbedingungen und anständige, tariflich abgesicherte Bezahlung!

Die nächsten Schritte: Der ver.di-Bundesfachbereichsvorstand wird über die Einsetzung einer bundesweiten Tarifkommission entscheiden. Ein Wirtschaftsprüfer wird bestellt, der die wirtschaftliche Lage des Unternehmens gründlich prüfen und die Tarifkommission beraten wird. ver.di und Gesamtbetriebsrat werden die Belegschaften weiter regelmäßig und umfassend informieren.

Was kann ich nun tun?

HBC und das Kaufhof-Management müssen verhandeln, weil sie es bei Galeria Kaufhof mit gut organisierten Belegschaften mit starken betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretungen zu tun haben. Eine Gewerkschaft ist stark, wenn die Kolleginnen und Kollegen hinter ihr stehen. Ich kann bereits jetzt ver.di und die zukünftige Tarifkommission stärken, indem ich selbst Mitglied werde und noch mehr
meiner Kolleginnen und Kollegen als neue Mitglieder für die Gewerkschaft gewinne.

Informiert euch über die aktuelle Situation bei euren Betriebsräten und eurer Gewerkschaft! Organisiert euch in eurer Gewerkschaft ver.di!