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Zara: Störaktionen gegen Betriebsratswahlen

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Zara: Störaktionen gegen Betriebsratswahlen

exChains-Nachrichten (06/2018)


Bei der Modekette Zara läuft die aktuelle Vorbereitung der Betriebsratswahlen mancherorts nicht rund: Ablehnung von Wahlvorstandsschulungen, Debatten über die Plätze für die Aushänge zur BR-Wahl, Behinderung des Versandes der Briefwahlunterlagen - ist das alles nur harmloses, kleinliches Gezänk?

Dabei gibt es für den nächsten BR bei Zara viele Baustellen, die den Beschäftigten Bauchschmerzen bereiten: Lagerkapazitäten und Verkaufstätigkeiten werden ausgelagert, Arbeitsplätze werden abgebaut, Stammpersonal wird durch billigere Leiharbeitskräfte ersetzt. Immer wieder gibt es Probleme mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz und mit den Arbeitszeiten - die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt auf der Strecke.

Um diese und zahlreiche weitere Probleme anpacken zu können, brauchen die Beschäftigten in den Filialen engagierte, unabhängige Betriebsräte, die sie selbst in einem demokratischen Verfahren ohne Einmischung des Arbeitgebers wählen. Nur solche BRe setzen sich uneingeschränkt für die Belange der Beschäftigten ein - und darauf haben diese laut Betriebsverfassungsgesetz ein Recht!

Aber was macht Zara? Gewerkschaftsversammlungen bespitzeln, Betriebsratswahlen behindern und immer wieder versuchen, nicht genehme Betriebsräte etwa durch Kündigungsbegehren loszuwerden. Damit verstößt das Unternehmen massiv gegen die Rechte der Beschäftigten und der von ihnen demokratisch gewählten bzw. zu wählenden Betriebsräte.

Lassen wir Zara das nicht durchgehen!