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HANDEL Magazin

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Informationen aus Einzel- und Großhandel

 
Der "Handel" berichtet über aktuelle Vorgänge und wichtige Hintergrundentwicklungen aus dem Einzel, Groß- und Außenhandel.

Unsere Branchenzeitschrift "Handel" ist eine Beilage zur ver.di Publik und erscheint in der Regel einmal pro Quartal. Mitglieder erhalten sie kostenlos frei Haus.

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    Klares Signal: Noch mehr Tarifaktionen!
    HAN­DEL Ma­ga­zin (02/2017)

    HANDEL (02/2017) ver.di  –

    Abschlüsse im Groß- und Aussenhandel, Konflikte im Einzelhandel

    Nach über 3.000 Arbeitsniederlegungen bundesweit stand zu Beginn der zweiten Juli-Woche das Signal im Einzelund Versandhandel auf noch mehr Aktionen für deutlich spürbare Verbesserungen der Realeinkommen. Als am Abend des 10. Juli auch die 5. Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg ergebnislos blieb, zeichnete sich – nicht nur in dieser Tarifregion – eine weitere Zuspitzung des Konflikts ab. »Es wird heiß«, hieß es bei ver.di und dies war keineswegs eine Wetterprognose. Öffentlicher Druck für Tarifverträge, die verbindlich für alle gelten, geht zunehmend von der ver.di-Kampagne »Einer für alle!« aus.

    Arbeitgeber sind uneins

    Für die Beschäftigten im nordrheinwestfälischen Groß- und Außenhandel verhandelte ver.di Anfang Juni schnell und erfolgreich. Der Abschluss mit Entgelthöhungen um 2,5 Prozent in diesem Jahr und weiteren 2 Prozent im nächsten ist bereits in fast allen Tarifgebieten nachvollzogen worden (Seite 3).

    Dagegen wuchs bei Redaktionsschluss in vielen Einzelhandelsbetrieben der Ärger über die Arbeitgeber, die zum Teil Kapitalrenditen auf Rekordniveau einfahren, ihr Personal aber mit Peanuts abspeisen wollen. Für das Unternehmerlager stellte sich die Frage, wer sich durchsetzen würde: Die Hardliner, die von Beginn an auf Minimalerhöhungen – also sinkende Reallöhne und Altersarmut – gesetzt haben oder die Unternehmensvertreter, die sich mit vernünftigen Angeboten nicht zuletzt auch wieder Ruhe im Betrieb verschaffen wollen. Aus dem Schwarz-Konzern (Kaufland, Lidl) wird eine »deutliche Verbesserung für die Mitarbeiter der gesamten Branche« befürwortet. Lidl-Chef Dokozic nannte Erhöhungen um jeweils 3 Prozent.

    Zwar hatte es nach etwa zwei Monaten endlich Bewegung am Verhandlungstisch gegeben, als die Arbeitgeberseite Anfang Juli zunächst in NRW, danach in Bayern und Baden-Württemberg ihr ursprüngliches Angebot ein wenig aufbesserte: Statt 1,5 Prozent boten sie jetzt 2 Prozent für 2017 und statt 1,0 Prozent jetzt 1,8 Prozent für 2018; auch die nicht tabellenwirksamen Einmalzahlungen von jeweils 150 Euro waren vom Tisch. Dies bedeutete aber aus Sicht von ver.di immer noch Reallohnsenkungen, da von höheren Steigerungen bei den Preisen auszugehen ist. [...]

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